Auf dem Weg ins Osterlicht

Unter diesem Titel luden der Cäcilienverband Deutschfreiburg und die Fachstelle für Kirchenmusik Deutschfreiburg (FKM) am Samstag, 20. Februar zu einem Singtag ins Kultur- und Vereinshaus Heitenried ein. 50 Sängerinnen und 6 Sänger, vorwiegend Mitglieder der Cäcilienchöre Deutschfreiburgs, folgten dieser Einladung.

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Geübt und gesungen wurde unter der Leitung von Barbara Kolberg, einer Kirchenmusikerin und Musikpädagogin aus Freiburg i.Br. Der Morgen begann mit einem ausgiebigen ganzheitlichen Einstimmen. Der Leiterin war es ein Anliegen, zu zeigen, dass korrekte Körperhaltung, Lockerheit, richtiges Atmen Voraussetzungen für gutes Singen sind. Dementsprechend wurden zunächst diverse Körper-Übungen durchgeführt, bevor die Stimme zum Einsatz kam. Nicht zuletzt trug diese Vorbereitung ein wenig dazu bei, die recht kühle Raumtemperatur vergessen zu lassen.

Ziel des Tages war es, geistliche Gesänge zur Busszeit und Ostern einzuüben. Die Leiterin Barbara Kolberg hat diese selbst komponiert, die Texte stammten zum grossen Teil von der Schweizer Dichterin und Benediktinerin Silja Walter (1919–2011). Es waren vorwiegend einstimmige, ansprechende und leicht singbare Melodien, die jeweils nach relativ kurzer Einübungszeit in vollem Klang gesungen und von der Leiterin am Klavier begleitet wurden. Dabei zeigte es sich, dass die Komponistin es ausgezeichnet verstand, die Aussagen der Texte durch ihre Musik erst richtig zum Tragen zu bringen. In einer lockeren und gefälligen Art führte sie in die einzelnen Lieder ein und gab Hilfen zum Verständnis der nicht immer leichten, sehr bildhaften Texte.

Unterbrochen wurde die Arbeit durch ein feines Mittagessen im Restaurant St. Michael, wo es Gelegenheit gab, Gedanken auszutauschen und Geselligkeit zu pflegen. Am Nachmittag wurde das bisher Gelernte aufgefrischt und Neues zusätzlich eingeübt. Der Tag gipfelte in einem Gottesdienst in der reformierten Kirche von St. Antoni, bei dem ein Grossteil der erarbeiteten Gesänge zum gemeinsamen Abendlob erklang. Diese Feier mit Texten und Musik zur österlichen Busszeit bewegte die Anwesenden tief und liess eine grosse innere Ruhe aufkommen.

Dieser gelungene Anlass bot den Sängerinnen und Sängern in erster Linie Gelegenheit, ihre Freude am gemeinsamen Singen auszudrücken und dabei manch einen Hinweis zur richtigen Gesangstechnik mitzunehmen. Aber sicher brachte er ihnen auch geistliche Impulse für den Alltag.

Toni Scherer, erschienen im Mitteilungsblatt März 2016