Kirche für Konzernverantwortung

Am 29. November 2020 kommt die Initiative zur Abstimmung. Sie möchte sicherstellen, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte respektieren und internationale Umweltstandards einhalten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind ausgenommen, ausser sie sind in einem Hochrisikobereich tätig wie dem Diamantenhandel. Dabei geht es um die Verhinderung von grundlegenden Verstössen, wie z.B. Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Verschmutzung von Gewässern.

Der Einsatz der Pfarreien und Seelsorgeeinheiten für Mensch und Umwelt
Die Konzernverantwortungsinitiative kommt zur Abstimmung

Im Januar 2019 haben die hauptamtlichen Seelsorgenden beschlossen, dass wir als Bistumsregion Deutschfreiburg die Konzernverantwortungsinitiative unterstützen. Auch die Schweizer Bischofskonferenz hat sich inzwischen für die Initiative ausgesprochen. Kirchen und kirchliche Hilfswerke sind seit der Lancierung treibende Kräfte hinter der Initiative. Hunderte Personen aus den Pfarreien und Kirchgemeinden bringen auf der Plattform «Kirche für Konzernverantwortung» ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass die Konzernverantwortungsinitiative zentrale Werte des Evangeliums vertritt: Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung.
 
Wer einen Schaden verursacht, soll dafür geradestehen. Konkret bedeutet das: neu haften Konzerne mit Sitz in der Schweiz zivilrechtlich für Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden, die von ihnen kontrollierte Unternehmen im Ausland begehen. Zeigt ein Konzern auf, dass er alle nötigen Massnahmen ergriffen hat, um den Schaden zu verhindern, kann er sich aus der Haftung befreien.

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So können sich Pfarreien und Seelsorgeeinheiten beteiligen:

 

·       Material bestellen: Flyer, Fahnen, grosse Banner und Plakate können aufgelegt und aufgehängt werden, um die kirchliche Unterstützung sichtbar zu machen. Bestellung hier.

·       Veranstaltung/Gottesdienst organisieren: In vielen Pfarreien und Kirchgemeinden finden zwischen dem 18. Oktober und 15. November Veranstaltungen und Gottesdienste statt, in denen die Initiative bzw. deren Anliegen thematisiert werden. Hier kann eine Referentin oder ein Referent eingeladen werden.

·       Postkartenaktion: Mit handgeschriebenen Postkarten werden kurz vor der Abstimmung Bekannte und Familienmitglieder ans Abstimmen erinnert. Hier kann man Postkarten bestellen und Pfarreimitglieder dazu einladen.

 

Mehr Infos unter: www.kirchefuerkonzernverantwortung.ch

Die Fachstelle Solidarität steht gerne unterstützend und beratend zur Verfügung.

 

Matthias Willauer-Honegger, Fachstelle Solidarität

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