WJT Freiburg: Andere Gesichter der Kirche kennenlernen

Nach drei Jahren ist es wieder soweit: Vom 27. bis 29. April 2018 versammeln sich ca. 1'200 Jugendliche aller Sprachgruppen in Freiburg zum nationalen Weltjugendtag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: «Don’t be afraid» (Fürchtet euch nicht). Schon seit Monaten bereitet ein 11-köpfiges Team, das von Bischofsvikar Nicolas Glasson begleitet wird, ein spannendes Programm vor, das den jugendlichen Teilnehmenden verschiedene Facetten der Kirche näherbringen möchte.

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«Der nationale Weltju­gend­tag hat für mich einen besonderen Reiz», erklärt Vicky Camilleri Haber, die im Vorberei­tungs­team für die Logistik des Events verantwortlich ist und in Rechthalten lebt. «Im Unterschied zu den regionalen Treffen hat man hier die Möglichkeit, Ju­gend­liche aus anderen Sprachgruppen zu treffen, mit denen man im Glauben verbunden ist. So spürt man, dass man nicht allein unterwegs ist. Und auf der anderen Seite gibt es ausserdem so viele Gesichter der Kirche: Verschiedene Gemeinschaften, unterschiedliche Arten, den Glauben zu leben und Teil der Kirche zu sein. Beim Weltjugendtag hat man die Möglichkeit, Kirche noch einmal ganz neu kennenzulernen. So habe ich z.B. Adoray und die Lobpreisabende auf dem ersten nationalen Weltjugendtag kennenlernen dürfen. Vorher habe ich acht Jahre in der französischsprachigen Jugendseelsorge gearbeitet, ohne mit dieser eher deutschsprachigen Gruppe in Kontakt zu kommen. So geht es mir mit vielen Gruppen und Bewegungen, die man beim Weltjugendtag treffen kann.»

Orte für Jugendliche schaffen

Ähnlich begeistert vom Konzept des nationalen Weltjugentags ist auch Judith Lehmann aus Heitenried, die für auf deutschsprachiger Seite für Gastfamilien zuständig ist. «Für mich ist der Glaube etwas sehr Persönliches. Es ist in erster Linie nicht ein Einhalten von Geboten sondern eine persönliche Beziehung zwischen mir und Jesus. Ich kann jedoch nur lieben, was ich auch kenne. Deshalb finde ich es so wichtig, dass wir in der heutigen Zeit Orte schaffen, die uns jungen Menschen die Möglichkeit bieten, Gott näher kennen zu lernen. Der Weltjugendtag ist für mich so ein Ort.»

Vielfältiges Programm

Angekündigt haben sich als besondere Gäste die Autorin und Lobpreisängerin Emily Wilson (USA), die Gemeinschaft der Seligpreisungen, Kardinal Kurt Koch, die Comboni-Missionarin Sr. Maria Martinelli aus dem Südsudan, die Bands Trinity (NL), AVE (AT) und Glor!ous Mess (CH). Daneben bieten auch zahlreiche attraktive Workshops einen Austausch zu vielen interessanten Themen: Von israelischen Volkstänzen, über Bibelgruppen zu Diskussionsgruppen zum Thema Kirche und Sexualität reicht die Bandbreite des Angebots. Das katholische Hilfswerk «Kirche in Not» berichtet über die Situation der katholischen Kirche in Lateinamerika, zumal das nächste internationale Grosstreffen zum Weltjugendtag 2019 in Panama stattfinden wird. Zu den Workshop-Angeboten gehören aber auch Besuche mit dem Projekt «Living-Stones» in der Freiburger Kathedrale, im Bibel und Orient-Museum und in der Zisterzienser-Abtei Hauterive.

Gastfamilien gesucht

Gesucht werden noch Gastfamilien für die 1'200 erwarteten jungen Erwachsenen zwischen 16 und 35 Jahren. «Das ist auch eine gute Möglichkeit für die Gastfamilien, mit jungen Menschen aus der ganzen Schweiz ins Gespräch zu kommen», ermutigt Judith Lehmann. Falls sie min. zwei junge Erwachsene vom 27. bis 29. April bei sich aufnehmen, ihnen ein Frühstück stellen und bei grösserer Entfernung zu Freiburg auch einen Transport organisieren können, dann melden Sie sich bitte so bald wie möglich bei Judith Lehmann, Hauptstrasse 44, 1714 Heitenried, 026 495 30 26, judith@fr2018.ch.
Auch junge Erwachsene aus der Region möchte das Vorbereitungsteam zur Teilnahme motivieren. «Viele denken, dass sie die Kirche schon kennen, aber wir kennen meist nur einzelne Aspekte. Vielleicht hat man noch nicht seinen Platz in der Kirche gefunden, aber findet beim Weltjugendtag eine Gruppe, die einem einen gangbaren Weg aufzeigt, den eigenen Glauben und die Kirche in Beziehung zu setzen», so Vicky Camilleri Haber.

Alle Infos zum Weltjugendtag: www.fr2018.ch

Christina Mönkehues-Lau, Informationsdienst des Bischofsvikariats Deutschfreiburg