Zwei neue Bischofsvikare für eine Kirche „mit lebendiger Ausstrahlung

Mit harmonischen Klängen füllte sich am 1. September der Kirchenraum der Kirche Christ-König in Freiburg anlässlich der Einsetzung von Pater Pascal Marquard und Jean Glasson als neue Bischofsvikare im Kanton Freiburg. MusikerInnen, MessdienerInnen, LektorInnen und SeelsorgerInnen aus beiden Sprachregionen machen im Altarraum deutlich, was im Kanton Freiburg Realität ist: Auch wenn die Sprachen sich unterscheiden, ist man im Auftrag vereint und kann nur miteinander Kirche vor Ort sein. „Es ist ein gutes Zeichen, dass wir diese Einsetzungsfeier für beide Sprachregionen zusammen feiern“, betonte daher auch Bischof Charles Morerod.

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Fotos: Véronique Benz und Christina Mönkehues-Lau

 

Sechs Bischofsvikare gibt es im Bistum Lausanne, Genf, Freiburg, die jeweils eine Region oder eine bestimmte Aufgabe als Vertreter des Bischofs betreuen. Als Nachfolger des bisherigen Bischofsvikars für den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg, Rémy Berchier, wurde neu der 41-jährige Jean Glasson eingesetzt, der zuvor in Estavayer-le-Lac Pfarrmoderator in der Seelsorgeeinheit St-Laurent war. Für Deutschfreiburg übernimmt von Weihbischof Alain de Raemy neu der 41-jährige Franziskaner-Minorit Pater Pascal Marquard das Amt des Bischofsvikars. Gleichzeitig ist er ab dem 1. September als Pfarrmoderator der Kath. Pfarreiseelsorge Freiburg – Stadt und Umgebung – tätig.

Glaube braucht Freiheit

Bischof Morerod bedankte sich bei den Vorgängern für ihre segensreiche Tätigkeit und bei den neuen Bischofsvikaren für die Bereitschaft, ihr neues Amt zu übernehmen in Zeiten einer sich verändernden Kirche: „Früher ging man in die Kirche, weil alle anderen auch in die Kirche gingen – heute ist eher andersherum", so Bischof Morerod. Man müsse sich bewusst entscheiden und dies ermögliche es auch, die Kirche bewusster zu entdecken. Die Freude an der eigenen Antwort auf den Ruf Gottes und die Freude am Evangelium rückte er ins Zentrum seiner Predigt. Ferner wünschte er den Bischofsvikaren eine gute Beziehung zu den Leuten, denen sie in ihrem Amt begegnen, indem er Pfarrer Moritz Boschung zitierte: „Wenn du die Leute liebst, werden dich die Leute lieben."

Lebendiges Bild von Kirche

„Die zwei gut 40-jährigen Bischofsvikare geben der Kirche ein lebendiges Gesicht", betonte Staatsratspräsident Maurice Ropraz, der neben vielen anderen politischen Vertretern, am Anlass teilnahm. Er würdigte den Einsatz der Kirche und ihre gesellschaftliche Bedeutung für den Kanton Freiburg. 

Ansprechbar werden durch verbesserte Kommunikation

Damit die Kirche auch weiterhin bei den Menschen ankommt, die guten Werke auch jene erreichen, die sie brauchen, und damit die Kirche ansprechbar bleibt, hob Pater Pascal Marquard die Bedeutung der Kommunikation hervor. „Der Glaube ist eine Quelle der Freude. Diese wollen wir weitergeben – gerade auch an Kirchenferne oder Leute, die Orientierung suchen." Dafür sei eine gute Sprache und Vermittlung notwendig.

Anschliessend waren alle eingeladen zu einem Apéro direkt auf der anderen Strassenseite in den Räume der katholischen Kirche auf dem Boulevard de Pérolles 38.

Christina Mönkehues-Lau, Informationsbeauftragte