Rekognoszieren Sozialeinsatz Alpe Loasa

Was wir mit Jugendlichen aus dem ganzen Kanton geplant haben, führten wir dieses Jahr erst mal selber durch: Wir wanderten auf die Tessiner Alpe Loasa, die an einem ruhigen Hang mit Blick auf Italien liegt. Dort halfen wir bei verschiedenen Arbeiten mit, genossen die handyfreien Tage und freuten uns über die Tiere.


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Am Montag, 03. August 2020 machten wir uns zu fünft auf den Weg ins Tessin, wo wir bis am 05. August auf der Alpe Loasa auf 966 Metern über Meer verbrachten, um abzuchecken, wie ein Sozialeinsatz der JUSESO mit Jugendlichen aus ganz Deutschfreiburg hier aussehen könnte. Als wir in Bruzella Paese ankamen, stärkten wir uns noch etwas, bevor wir Richtung Alp wanderten.
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Zu Beginn waren Wanderung und Wetter trotz sehr schlechten Prognosen angenehm. Als wir im Kastanienbaumwald waren, fing es zuerst leicht und dann immer stärker an zu regnen, sodass uns die Bäume plötzlich nicht mehr schützten und wir nicht einmal Zeit hatten, den Regenschutz anzuziehen ohne darunter nass zu werden. Es folgte ein rechtes Gewitter. 
Als wir nach ca. 2h Fussmarsch auf der Alp ankamen, waren wir durchnässt und froh trockene Kleider anzuziehen. Am Abend gab es leckere Spaghetti mit Tomatensauce zu essen. Nach dem der Abwasch erledigt war, haben wir noch ein Kartenspiel gespielt, das unsere zwei Jugendlichen sehr lustig fanden und wir drei Frauen überhaupt nicht verstanden - da geht man doch besser schlafen… 
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Am Dienstagmorgen gab es leckeres Frühstück mit kleinen frischen Eiern von den Hühnern der Alpe Loasa. Nach dem Frühstück führten uns die Pächter durch die Alp mit Tieren, Garten, Quelle, Kühlschrank. Sie haben verschiedene Tiere und zwar: zwei Maultiere, einen Esel, zwei Hunde, Ziegen und Hühner. Später haben wir im Garten heftig gejätet und ein neues Beet gebaut. Zu Mittag gab es Polenta mit Haselnüssen und gedünsteten Zwiebeln oben drauf. Nach dem Mittag haben wir weiter im Garten gearbeitet. Und die eine Gruppe hat den Zaun für die sieben Schafe, die morgen abgeholt werden können, aufgestellt. Am Abend gab es aus den Resten Polentatätschli und eine Gemüsepfanne aus allem Gemüse, das uns unsere VorgängerInnen hinterlassen hatten. Danach gab es noch eine Besprechung mit den Pächtern. In der Besprechung ging es darum, wie die Zusammenarbeit mit der JUSESO Deutschfreiburg aussehen könnte. Da wurden auch Fragen geklärt, was man tun kann, wenn jemand auf der Alp krank wird. 
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Am Mittwochmorgen gab es Müsli, Brot und Eier zum Frühstück. Die eine Gruppe ging nach dem Aufräumen den gleichen Weg zurück, den wir gekommen waren, weil sie am selben Tag noch nach Deutschland mussten. Wir aber hatten mehr Zeit und wollten noch einen anderen Weg kennenlernen, also gingen wir den Berg hoch zum Aussichtspunkt an der Grenze zu Italien. Da hatten wir neben einer super Aussicht in beide Richtungen auch endlich wieder mal guten Internetempfang – oben auf dem Grat waren wir auf dem italienischen Netz und wenn wir ein paar Meter runter gingen, waren wir auf dem Schweizer Netz und konnten der Grossmutter zum Geburtstag gratulieren und mit ArbeitskollegInnen kommunizieren…  
2020_08_Sicht nach Italien.jpg Nach einem kurzen Marsch auf dem Grat entschieden wir uns für den Weg durch den Wald nach Sagno, wo wir gerade in den Bus steigen konnten – uns wieder hinter Masken verstecken mussten... Auf einem Zwischenhalt in Lugano genossen wir noch einen Moment am und im See, bevor es mit dem neuen Eurocity durch den Gotthard nach Hause ging.