Passion selon Marc. Eine Passion nach Auschwitz

Die reformierte Kirche beauftragt einen jüdischen Komponisten zum Reformationsjubiläum eine Komposition zur Passion zu schreiben. Präsentiert wird diese u.a. in Freiburg in der Kathedrale am Karfreitag um 19.30 Uhr. Herzliche Einladung zu diesem wahrhaft ökumenischen und religionsverbindenden Anlass.

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Der jüdische Komponist Michaël Levinas, Sohn des berühmten Philosophen Emmanuel Levinas, hat zum Reformationsjubiläum die Markuspassion neu verarbeitet. In seiner Komposition greift er nicht nur den Evangelientext auf, sondern kombiniert ihn sowohl mit jüdischen Gebeten wie auch mit Gedichten des jüdischen Autors Paul Celan (1920-1970).  
Auch seine musikalische Sprache verbindet verschiedene Traditionen: Neben Einflüssen der Synagogen-Gesänge, liess sich der Komponist von den Bach-Passionen und der Polyphonie der Renaissance inspirieren. Die „Passion selon Marc” trägt den Untertitel: Eine Passion nach Au­schwitz. Projektleiter Jean-Marc Tetaz betonte auf einer Pressekonferenz in Freiburg: "Was der Komponist versucht, ist eine neue Lesart der Passionsgeschichte: Jesus neu betrachten als einen Juden, der Opfer geworden ist seiner Zeit und der Machthaber, und darin auch die Stimme der Millionen Juden hören, die durch die Schoah ihr Leben verloren haben."

Mitwirkende: 

  • L’Orchestre de Chambre de Lausanne 
  • L’Ensemble Vocal Lausanne 
  • Magali Léger (Sopran)
  • Marion Grange (Sopran)
  • Guilhem Terrail (Countertenor)
  • Mathieu Dubroca (Bariton)
  • Marc Kissóczy (Dirigent)

Karten: 026 350 1100 oder www.fribourgtourisme.ch

Die Aufführung am Karfreitag in Freiburg wird unterstützt von der Reformierten Kirche und der Katholischen Kirche im Kanton Freiburg mit Unterstützung der israelischen Gemeinde Freiburg. 

2017-04 Flyer Passion