Ein neuer Bischofsvikar für Deutschfreiburg

Bischof Charles Morerod hat drei neue Bischofsvikare ernannt: Nicolas Glasson (für die Berufungen), Weihbischof Alain de Raemy (ad interim für den deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg) und Christophe Godel (für den Kanton Waadt). Diese Stellenwechsel werden ab 1. September 2015 wirksam.

Portrait de Raemy

Nicolas Glasson (42-jährig) wurde zum "Bischofsvikar für die Berufungspastoral und die Ausbildung der Seminaristen" ernannt, da er als Verantwortlicher für das diözesane Priesterseminar eine reiche Erfahrung in der Ausbildung der zukünftigen Priester mitbringt. Er antwortet auf den Wunsch von Bischof Morerod, die Berufungen durch eine missionarische Erneuerung neu zu beleben. Um sich dieser Aufgabe besser widmen zu können, wird Nicolas Glasson seine Tätigkeit als Bischofsvikar für den deutschsprachigen Teil des Kantons Freiburg beenden. Mgr Alain de Raemy, Weihbischof des Bistums von Lausanne, Genf und Freiburg, übernimmt das Mandat von Nicolas Glasson ad interim bis zum 30. Juni 2017. Diese Stellenwechsel werden ab 1. September 2015 wirksam.

Christophe Godel (45-jährig), gegenwärtiger Pfarrer und Leiter der Seelsorgeeinheit im Gros-de-Vaud, wird zum Bischofsvikar für den Kanton Waadt ab dem 1. September 2015 ernannt. Er tritt die Nachfolge von Marc Donzé (68-jährig) an, der nach neunjähriger Tätigkeit als Bischofsvikar, zuerst im Kanton Freiburg und dann im Kanton Waadt, in den Ruhestand tritt.

Was ist ein Bischofsvikar? Vom Lateinischen: vicarius: Stellvertreter. Er ist derjenige, dem die Funktionen, die zu einem kirchlichen Amt gehören, delegiert werden. Wenn er "bischöflicher" Vikar genannt wird, ist er also Mitarbeiter des Bischofs. Im Bistum von Lausanne, Genf und Freiburg gibt es fünf Bischofsvikare nach geographisch abgegrenzten Gebieten, den Vikariaten (Genf, Waadt, Neuenburg und Freiburg — Freiburg zählt zwei Vikariate: eines deutscher, das andere französischer Sprache) und seit dem 1. September 2015 einen Bischofsvikar, der an einen Bereich gebunden ist: die Berufungen. Die Amtszeit eines Bischofsvikars beträgt fünf Jahre. Die Bischofsvikare nehmen insbesondere am Bischofsrat teil, der ein Beratungsorgan für den Bischof bei der Führung seines Bistums ist und sich praktisch wöchentlich trifft, sowie am Priesterrat, der aus Vertretern der Priester des Bistums besteht.  

Die diözesane Kommunikationsstelle, 13.05.2015