Frühjahrsversammlung der Vereinigung der Pfarreien

In Heitenried trafen sich am 10. April die Delegierten der Pfarreiräte Deutschfreiburgs zur Frühjahrsversammlung der „Vereinigung der Pfarreien". Bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche begrüssten Abbé Christoph Wojkiewicz und Heinrich Meyer, Präsident des Pfarreirates, die Anwesenden. Neben Informationen aus dem Bischofsvikariat, dem Exekutivrat und dem Stiftungsrat des Bildungszentrums Burgbühl stand die Rechnung 2014 und das Budget 2015 sowie eine ausführliche Vorstellung der Regionalen Fachstelle für Jugendseelsorge (Juseso) auf dem Programm. Noch vor Beginn der Sitzung gedachten die Delegierten in einer Trauerminute Paul Clément, Pfarreirat in Tafers, der überraschend während der Ferien verstarb.

Rechnungen und Budgets

Verena Jost als Verantwortliche des Vorstands für die Finanzen erläuterte die Rechnung 2014. Bei einem Aufwand von Fr. 17‘493.85 und einem Ertrag von Fr. 16‘618.15 wies die Rechnung einen Aufwandsüberschuss von Fr. 875.70 auf. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Ebenfalls wurde noch einmal über das Budget 2015 abgestimmt, nachdem keine kleine Änderung bezüglich der Sitzungsgelder der Delegierten für die katholische kirchliche Körperschaft im Kanton Freiburg vorgenommen wurde. Mehr Sitzungen erforderten eine Aufstockung dieses Budgetpostens. Auch hier wurde das Budget einstimmig von der Versammlung bestätigt. Für die Zukunft wurde festgelegt, dass es für die gemeinsame Kasse für die Katechese keine eigene Abstimmung brauche, sondern nur eine Präsentation der Rechnung und des Budgets.

Der Vorsitzende der Vereinigung der Pfarreien, Arnold Schöpfer, präsentierte die Abrechnung der gemeinsamen Kasse für die Aus- und Weiterbildung von KatechetInnen sowie für den OS-Religionsunterricht in kleinen Klassen. Seit September kommen die Pfarreien gemeinsam für Religionsstunden an der OS auf, an welchen weniger als 12 SchülerInnen teilnehmen und die daher nicht vom Kanton getragen werden. Bei einem Aufwand von Fr. 21‘407.45 und einem Ertrag von 43‘900.24 wies die Rechnung 2014 einen Ertragsüberschuss von Fr. 22‘492.79 auf. Der deutliche Überschuss lasse sich vor allem durch die Tatsache erklären, so Arnold Schöpfer, dass einige Pfarreien schon im Dezember 2014 für das Jahr 2015 in die gemeinsame Kasse eingezahlt hatten. Ebenso wurde das Budget für 2015 vorstellt, das bei einem Aufwand von Fr. 30‘433.00 und einem Ertrag von Fr. 40‘012.00 einen Ertragsüberschuss von 9‘579.00 aufweist. Für die

Bericht des Bischofsvikariats

Für das Bischofsvikariat berichtete Marianne Pohl-Henzen vom „Prozess" im Dekanat. Innerhalb dieses Projektes sind die Seelsorgeeinheiten aufgefordert, einen Pastoralplan auszuarbeiten auf der Basis einen gesellschaftlichen Analyse und einer Vertiefung pastoraler Leitsätze. Bis zum Sommer besuchen der Bischofsvikar, die Adjunktin und der Pastoraltheologe Prof. Salvatore Loiero die Seelsorgeteams,
um sie bei dieser Aufgabe zu begleiten. Ausserdem hob Marianne Pohl-Henzen die erfolgreichen Weiterbildungen für Trauergebete und
KommunionhelferInnen hervor. „Alle Getauften sind in der Verantwortung, das Evangelium zu verkünden – jeder und jede auf ihre Weise." Dass bei beiden Weiterbildungen jeweils mehr als 30 Teilnehmende kamen, so die Adjunktin, sei ein gutes Zeichen für die Bereitschaft zum Ehrenamt. Zum Thema Personalentwicklung berichtete Marianne Pohl-Henzen von den Bemühungen des Bischofsvikars und des Bischofs, wobei es noch keine konkreten Neuigkeiten gebe. An der Uni habe man zusammen mit dem Lehrstuhl für Pastoraltheologie ein Studienbegleitungsprogramm ausgearbeitet. So bemühe man sich näher an den Theologiestudierenden zu sein und sie auch für die Arbeit
vor Ort zu begeistern. Ein Thema, welches das Bischofsvikariat im Moment sehr beschäftigt, sei das Budget der Körperschaft für das Jahr 2016. Um die Ausgabenbremse für Pfarreien von 12.5% zu halten, müsse die Kirche Deutschfreiburg insgesamt Fr. 90‘000 sparen (insgesamt müssen im Kanton Fr. 860‘000 eingespart werden).

Bericht des Exekutivrates

Aus dem Exekutivrat berichtete Urs Jost von der Arbeit an den Pfarreiregistern, welche den Pfarreien voraussichtlich bis zum 1. Januar 2016 zur Verfügung gestellt werden sollen. Problematisch seien die Datenschutzbestimmungen, aber nach Verhandlungen mit der Datenschutzbehörde und der Steuerverwaltung habe man in 12 Pfarreien eine Testphase begonnen. Ferner beschäftigt sich der Exekutivrat zurzeit mit der Suche nach einem neuen Ort für die Büros der Körperschaft sowie der welschen Fachstellen, da der Mietvertrag mit dem bisherigen Diözesanzentrum in Villars-sur-Glâne eigentlich zum Ende des Jahres auslaufe. Personell hat es in der Finanzverwaltung einige Veränderungen gegeben. Nach dem Weggang von Stéphane Grandjean sei neu Patricia Panchaud als Finanzverwalterin der kirchlichen Körperschaft und der Kasse für die Besoldung der Pfarreiseelsorger angestellt worden. Als Assistentin steht ihr die Deutschfreiburgerin Tanja Brülhart-Aeby zur Seite.

Neuerungen im Bildungszentrum Burgbühl

Für den Stiftungsrat des Bildungszentrums Burgbühl (BZB) informierte Roger Sturny die Delegierten über personelle Änderungen. Der Hauswart Moritz Schafer geht nach 23 Jahren in Pension. Seine Aufgaben übernimmt neu der 40-jährige Markus Fasel. Auch Blanca Schafer, die in der Küche tätig war, wird pensioniert. Ihre Nachfolgerin ist die 43-jährige Iréne Wüthrich aus Bösingen. Die Nachfolge von Margrit Boschung, die ab Sommer nach 26 Jahren im BZB in Pension geht, wird noch geklärt. Ausserdem empfahl Roger Sturny den Delegierten die neue Homepage des Bildungszentrum: www.burgbuehl.ch. Der Stiftungsrat arbeite im Moment sehr intensiv am Strategiepapier „Zukunft vom BZB", wobei es noch zu früh für Details sei. Man setzte aber vor allem auch auf private Anlässe im Haus.

Die Jugendseelsorge stellt sich vor

Jugendseelsorgerin und Leiterin der Regionalen Fachstelle für Jugendseelsorge, Sandra Vetere, präsentierte den Delegierten ihre Fachstelle anhand eines Jahresrückblickes. Drei Schwerpunkte prägten die Arbeit der Juseso. Zunächst gebe es die Beratung, Begleitung und Unterstützung von konkreten Projekten in den Pfarreien/Seelsorgeeinheiten, der Ministranten oder auch der Jubla.
Daneben spielten die Vernetzungarbeit sowie natürlich die eigenen regionalen und überregionalen Angebote eine grosse Rolle. Auf den Wunsch der Jugendlichen hin habe man Module für LeiterInnen entwickelt und durchgeführt als Äquivalent zu den Fortbildungen der verbandlichen Jugendarbeit (z.B. Jubla). Daneben ermöglichten Reisen (z.B. nach Taizé oder zum Minifest nach St. Gallen) und Projekte (z.B. Angelforce) Begegnungen mit anderen Jugendlichen und hinterliessen einen bleibenden Eindruck bei den Teilnehmenden. Zusätzlich habe die Juseso angefangen, sich in den OS-Zentren vorzustellen und die Jugendlichen direkt auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Sandra Vetere wies darauf hin, dass bei der Juseso auch Hilfsmittel wie die „Firm-Box", eine Lagerapotheke, ein „Mini-Koffer" für die Ministrantenarbeit, DVDs uvm. ausleihbar sind.

Christina Mönkehues

Publiziert im Mitteilungsblatt (April 2015)


St. Michael, Heitenried