Versammlung katholisch kirchliche Körperschaft

Am Samstag, 14. Dezember 2019, fand die Versammlung der Besoldungskasse der Pfarreiseelsorger und die Versammlung der kkK statt. Die Budgets beider Versammlungen für das Jahr 2020 wurde einstimmig angenommen und ein neuer Präsident der Justizkommission gewählt.

85. Plenarsitzung der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft (kkK)

Budget 2020 der kkK und Ausgabenbremse

Die Delegierten der kkK genehmigten einstimmig das Budget 2020, das einer Gesamtsumme von CHF 11'700'215.00 entspricht. Von den budgetierten Gesamtausgaben haben die Pfarreien insgesamt CHF 7'147'998.30 zu übernehmen. Der Gebührenüberschuss entspricht 13% der Steuerressourcen. Damit wird die im Kirchenstatut vorgesehene Ausgabenbremse um 0,5 Prozent überschritten. Auf Antrag des Exekutivrats beschloss die Versammlung deshalb mit nur einer Gegenstimme, den Prozentsatz der Ausgabenbremse für 2020 von 12,5 auf 13 Prozent zu erhöhen. Nach den Erklärungen der Verwaltungskommission genehmigte die Versammlung diese Aufstockung für das Jahr 2020. Die Verwaltungskommission merkt über ihren Präsidenten Jean-Pierre Jaquet an, dass der Exekutivrat und die Bischofsvikare verstehen müssen, dass die «Studie über eine tiefgreifende Umstrukturierung von Dienstleistungen» als ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung angesehen werden sollte. Es müssen Lösungen gefunden werden, um mehr Synergien zwischen den Diensten zu schaffen, ohne die Gebühren zu erhöhen, da die finanziellen Kapazitäten in den Gemeinden sinken.

 

 

 

Wahl des Präsidenten der Justizkommission

In einer geheimen Wahl wurde an der 85. Plenarsitzung der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg der neue Präsident der Justizkommission gewählt. Jacques Piller, Anwalt und früherer Staatsrat wird vereidigt und das Amt nach bestem Wissen und Gewissen ausführen. Die Delegierten wählten und vereidigten zudem André Essono als neuen Delegierten der Versammlung.

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Der Exekutivrat stellt sein Programm vor

Patrick Mayor, Präsident des Exekutivrates, stellte dessen Legislativprogramm vor. Der Fokus liegt während der Legislaturperiode auf den folgenden 4 Schlagworten:

Digitalisierung – Vereinfachung – Kommunikation - Beziehung

Spezielle Aufmerksamkeit soll auf die Optimierung der Anwendungstools im Bereich der Buchhaltung und die Handhabung der Kommunikation mit den Pfarreien gerichtet werden. Die Internetseite der beiden Bischofsvikariate wird im Jahr 2021 in neuem Glanz erscheinen. Hauptziel ist es, die Arbeitsabläufe und die Interaktionen auf jeder Ebene zu vereinfachen. Dank der im 2018 in der Administration geschaffenen Juristenstelle, werden sämtliche Abläufe und Reglemente auch auf rechtlicher Ebene überprüft. Eine verbesserte Visibilität der Kommunikationsart soll auf sämtlichen Ebenen spürbar sein. Auch die Zusammenarbeit und die Arbeitsabläufe zwischen der pastoralen Seite und der Verwaltung sollen verbessert werden. Die Administration wird weiterhin kundenorientiert arbeiten und vermehrt im Dienste der Pfarreien und des Vikariats stehen. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Beziehung zu sämtlichen pfarreilichen und bischöflichen Instanzen auf kantonaler und nationaler Ebene gelegt. Man trifft sich öfter mit den Pfarreiräten. Die Regelung der interkantonalen Beziehungen zwischen den Seelsorgeeinheiten durch entsprechende Vereinbarungen ist für den Exekutivrat prioritär. Diesbezüglich ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Vikariat geplant, um die Probleme in den Seelsorgeeinheiten zu beheben.

 

Finanzielle Mittel für Seelsorgeeinheiten und Pfarreien

Hilfsbedürftigen Pfarreien und Seelsorgeeinheiten sollen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb der Seelsorgeeinheiten sollen vermehrt Treffen stattfinden, um das Vertrauen aufrechtzuerhalten.

 

Kirchenaustritte

Was die steigende Anzahl Kirchenaustritte betrifft (im Jahr 2018 waren es insgesamt 1000 Personen), ist gemäss Christian Bussard, Mitglied des Exekutivrats und des Sonderausschusses für Kirchenaustritte, die Schaffung der Funktion eines oder einer «Delegierten für Kirchenaustritte» in den Pfarreien, resp. in den Seelsorgeeinheiten geplant. Die/Der Delegierte soll im persönlichen Gespräch mit der Person in Erfahrung bringen, was den Austritt ausgelöst hat. Im konstruktiven Gespräch soll versucht werden, die betreffende Person davon zu überzeugen, nach wie vor im Glauben, bzw. in der Kirche zu verbleiben.

 

Beschluss über die Abtretung der Quellensteuer

Aufgrund von Umstrukturierung der Dienststellen, müssen Synergieeffekte hergestellt werden. Die Geschäftsprüfungskommission unterstützt die Abtretung, da sich die finanziellen Möglichkeiten der Pfarreien verringern werden. Daher wurde abgestimmt und für das Jahr 2020 treten die Pfarreien 90% des Ertrags der vom Kanton erhobenen Quellensteuer an die kantonale Körperschaft ab.

39. Plenarsitzung der Versammlung der Besoldungskasse der Pfarreiseelsorger

Das Budget für das Jahr 2020 weist CHF 13'770'244.40 an Aufwänden auf, CHF 13'780'863.81 sind Erträge und somit ergibt sich einen Ertragsüberschuss von CHF 10'619.41. Dieses wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. Der Beschluss wird allen Pfarreien übermittelt.

 

Lohnstufenerhöhung

Der Exekutivrat und die Bischofsvikariate haben zudem beschlossen, den Laienseelsorgerinnen und Laienseelsorgern im 2020 eine Lohnstufenerhöhung zu gewähren. Dies entspricht einem Betrag von etwas mehr als CHF 78'000. Die Lohnstufenerhöhung entspricht aber auch den Vorschriften.