Versammlung kirchlich katholische Körperschaft

Am Samstag, 15. Juni 2019, fand die Versammlung der kkK und die Versammlung der Besoldungskasse der Pfarreiseelsorger statt. Der Jahresabschluss 2018 wurde genehmigt und die Versammlung der Besoldungskasse der Pfarreiseelsorger wählte mit Maurice Seydoux einen zweiten Vizepräsidenten.

Die Delegierten der kantonalen kirchlichen Körperschaft (kkK) haben ihren Jahresabschluss für das Jahr 2018 genehmigt. Zum ersten Mal haben sie ein Defizit von CHF 4'969.88 auf insgesamt CHF 11.6 Mio. verbucht. Dieses Ergebnis ist hauptsächlich auf geringere Quellensteuereinnahmen als geplant zurückzuführen, was einem Kapitalverlust von CHF 71'851.50 entspricht. Ein weiterer Grund ist die von der RKZ erhaltene Rechnung für den Papstbesuch in Genf in Höhe von CHF 15'459.85. Der Betrag von CHF 4'969.88 wird mit Eigenmitteln gedeckt.

Walter Buchs als Präsident der Versammlung eröffnete die Sitzung und begrüsste unter anderen die Vertreterin der evangelisch-reformierten Kirche. Patrick Mayor als Präsident des Exekutivrates begrüsste ebenfalls die Versammlung. Die Protokolle der letzten Sitzungen wurden verabschiedet. Es wurden 8 neue Delegierte vereidigt (Fernande Bersier, Maurice Jaccottet, Bernadette Wohlhauser, P. Alain Voisard, Bertrand Georges, Elisabeth Michaud-Wicht, Sr. Emmanuelle Donzallaz, Maurice Seydoux) und die Vereidigung von Gérald Telley als Exekutivrat wurde validiert. Walter Buchs dankte den Vereidigten, denn erst mit der Vereidigung können die Mitglieder ihr Amt aufnehmen und ihren Rechten und Pflichten nachkommen.

Kommission für Rechtsfragen

Es wurden drei neue Mitglieder (Martin Hüging, François Roubaty und René Jaquet) in die Kommission für Rechtsfragen gewählt. Es steht noch die Wahl des Präsidenten der Justizkommission aus. Leider hat sich hierfür noch niemand zur Verfügung gestellt. Die Bedingungen sind nämlich erschwert: Die Person darf nicht Mitglied des Exekutivrates oder der Versammlung sein und es gibt spezielle Kriterien in Bezug auf die Ausbildung. Wegen der fehlenden Kandidatur wurde diese Wahl verschoben. Die Selektionskriterien wurden nochmals genau erläutert. Das Präsidium schlug vor, den Posten der 3 Ersatzmitglieder der Justizkommission vakant zu lassen, da die reglementarischen Bestimmungen diesbezüglich nicht klar sind.

Unvereinbarkeit der Funktionen

Der Exekutivrat stellte den Antrag, im Reglement über die Pfarreien Artikel 31, Absatz 2bis zu streichen. Es geht um die Unvereinbarkeit zwischen den Funktionen eines Pfarreiratsmitgliedes, eines Mitgliedes der Finanzkommission und des Kassiers oder Sekretärs. Der Exekutivrat findet die Streichung sinnvoll im Sinne einer Harmonisierung und dem besseren Verständnis der Einheit der Materie. Es entstand deswegen eine emotionale Diskussion über Verwandtschaften, Vetternwirtschaft und Inkompatibilitäten. Um diesem Thema mehr Raum zu geben, wurde ein Antrag auf Nichteintreten der Streichung des Artikels gestellt und angenommen. Zudem wurde ein Rückweisungsantrag gestellt und die Gründung einer Sonderkommission gebildet: dieser Antrag wurde von der Versammlung gebilligt. Die Sonderkommission soll aus der Kommission für Rechtsfragen bestehen. Zusätzlich traten Arnold Schöpfer, Marie-Claude Fontaine, Gérard Duding, Maurice Seydoux und Arnauld Lainé der Sonderkommission bei.

Der Exekutivrat griff zum Schluss der Versammlung auch das heikle Thema Kirchenaustritte auf. Es gibt keine einheitlichen, fixen Lösungen, z.B. Beerdigungen für Verstorbene, die ausgetreten sind. „Wir können niemandem die Kirche verweigern", sagten Delegierte. „Es gibt auf der einen Seite den regulatorischen Teil und auf der anderen Seite den menschlichen Teil. In all den Sitzungen, die wir mit den Pfarreiräten haben, wird dieses Problem angesprochen", bemerkte Patrick Mayor. „Es gibt Modellbriefe, die jedoch angepasst werden müssen. Die Bischofsvikariate sollen mit dem Exekutivrat zusammenarbeiten, um gemeinsam eine Strategie zu erarbeiten. Auch Vertreter der Pfarreien sind eingeladen zum Mitdenken."

Es wurde auch noch das Thema der Abstimmung über die Steuerreform im Kanton Freiburg vom 30.6.19 angesprochen. Zu diesem Thema wird am Dienstag, 18.6., ein Artikel in der Zeitung La Liberté erscheinen. Der Präsident der Versammlung zeigt sich im Übrigen mit dem Inhalt des offenen Schreibens des Exekutivrates an die Pfarreiräte und Delegierten einverstanden.

Nachdem die weiteren Daten 2019 (12. Oktober und 14. Dezember) und die Daten 2020 (6. Juni, 10. Oktober und 12. Dezember) bekannt gegeben wurden, beschloss der Präsident die Sitzung mit einem herzlichen Dank.

Versammlung der Besoldungskasse der Pfarreiseelsorger

In der zweiten Hälfte des Vormittags genehmigten die Delegierten die Jahresabschlüsse 2018 der Besoldungskasse. Letztere schloss mit einem Überschuss von CHF 27'440.86 auf insgesamt CHF 13.1 Millionen ab. Der Überschuss verteilt sich wie folgt: Die Summe von CHF 27'000.00 wird als Abzug von den Pfarrbeiträgen des Jahres 2020 gerechnet und der Betrag von CHF 440.86 erhöht das Kapital.

Die Delegierten wählten ausserdem Maurice Seydoux zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der Versammlung.

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