Neuer Vorstand gewählt

Für einige Pfarreirätinnen und Pfarreiräte der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs war die Frühjahrsversammlung, die am 27. April in St. Silvester stattfand, ihre erste Aufgabe im neuen Amt. Neben der Verabschiedung des neuen Katechtenreglements und der Wahl des Vorstands, standen die finanzielle Unterstützung des Bildungszentrums Burgbühl sowie die Rechnung 2017 auf der Agenda.

2018-04 Vereinigung der Pfarreien

Vorstand der Vereinigung der Pfarreien in neuer Konstellation: René Kaeser (Gurmels), Yvette Haymoz (Düdingen), Arnold Schöpfer (Präsident, St. Antoni), Hans Jungo (Tafers), Ernest Kolly (Plaffeien) 

Nach einer kleinen Andacht in der Kirche St. Silvester, die der Bischofsvikar P. Pascal Marquard, vorbereitet hatte,  widmeten sich die Anwesenden direkt dem Katechetenreglement. Eine Anpassung war nötig geworden: Nach einem Vergleich der Finanzierung einzelner Aufgaben auf der deutschsprachigen und der französischsprachigen Seite wurde festgestellt, dass die Finanzierung der Aus- und Weiterbildung der Katecheten sowie des Religionsunterricht in kleinen Klassen nicht mehr durch eine zusätzliche Kasse der Pfarreien Deutschfreiburgs, die vor drei Jahren eingeführt wurde, abgerechnet werden muss, sondern dass dieser Posten im Budget der Katholische kirchlichen Körperschaft aufgenommen werden kann, d.h. parallel zur Regelung für die Französischsprachigen finanzieren nun alle Pfarreien des Kantons gemeinsam diese Ausgaben. Die in der Kasse befindlichen Fr. 13‘416,35 werden den Pfarreien rückvergütet. Gleichzeitig wurden kleine Änderungen vorgenommen, z.B. werden die Fahrtkosten der Katecheten zu Weiterbildungen nun auch über die kkK abgerechnet statt über einzelne Pfarreien. Das überarbeitete Reglement wurde einstimmig angenommen.

Neuer Ausbildungsgang Katechese

Im Bericht des Bischofsvikariats bedankte sich P. Pascal bei allen Pfarreiräten, die sich auch weiterhin in den Pfarreien Deutschfreiburgs engagieren und zog eine positive Bilanz der Werbemassnahmen, die seit dem letzten Herbst unter dem Slogan „Parreirat/Pfarreirätin – engagiert für den Glauben" durchgeführt wurden. Aber noch ein anderes Engagement lag ihm am Herzen: Im Herbst beginnt ein neuer Ausbildungsgang für Katecheten, der vornehmlich in Freiburg stattfindet. Der kompakte Kurs, der sich innerhalb von zwei Jahren absolvieren lässt, bereitet Katecheten auf den Unterricht in Unter- und MIttelstufen vor. Ziel sei es, mindestens 10 Personen zu finden – Einsteiger oder schon ausgebildete Lehrpersonen – die im September die Ausbildung beginnen möchten. Ein Infoabend findet am 13. Juni statt. 

Ein grosser Teil seines Engagments, so der Bischofsvikar, sei mit dem Anliegen verbunden, die Seelsorge in den Pfarreien und Seelsorgeeinheiten vor Ort sicherzustellen durch eine gute Personalplanung. Dazu hätten seit Januar viele Einzel- und Teambesprechungen stattgefunden. Ebenso stünde  ein grösserer personeller Umbruch in einzelnen Fachstellen an, für die gute Lösungen gefunden werden müssten. Ein weiteres Thema sei die Zusammenarbeit der Pfarreien in Seelsorgeeinheiten, für die es auch wichtig sei, die Leute vor Ort zu hören. So wurde in den Pfarreien Bärfischen-Courtepin-Courtaman, Grissach, Gurmels, Murten und Wallenried (eigentlich Seelsorgeeinheit St. Urban) nach einem Infoanlass eine online-Umfrage zum Thema gestartet (www.seurban.ch), die bis Ende Juni läuft.

Einen Überblick über die Arbeiten im Bischofsvikariat und in den Fachstellen vermittelt der Jahresbericht 2017, der den Anwesenden verteilt wurde.

Rechnung 2017

Die Rechnung 2017, die Verena Jost präsentierte, schloss bei einem Aufwand von Fr. 6‘561,50 und einem Ertrag Fr. 6‘632,25 mit Aufwandsüberschuss von Fr. 70.75. Gerade durch die Tatsache, dass keine zusätzlichen Anlässe im Vorjahr stattgefunden hätten, sei der Aufwand geringer gewesen als im Voranschlag kalkuliert. Die Bestandsrechnung ergab ein Vermögen von Fr. 39‘070,25. Nach dem positiven Bericht durch die Revisoren stimmten die Pfarreiratsvertreter der Rechnung zu.

Aktivitäten und Unterstützung des Bildungszentrums Burgbühl

Einen Rückblick auf die Aktivitäten im Burgbühl nahm die Leiterin Simone Cotting vor. Sitzungen und Tagungen fänden regelmässig mit ohne Restauration im Burg­bühl statt – nicht nur, aber auch noch angeboten von Fachstellen des Bischofsvikariats. Vermehrt werde das Burgbühl auch für Bankette, Apéros und Brunch-Anlässe genutzt, zu Geburtstagen oder Hochzeiten. Positiv sei auch die Nutzung durch Gruppenseminare, die Übernachtungen und Restauration beinhalten können, oder auch nur Übernachtungen, die direkt beim Burgbühl oder booking.com vorgenommen werden. Das anliegende Viktor-Schwaller-Haus werde inzwischen auch öfter gebucht für Sitzungen, Feste (mit privater Restauration) oder als ein nächtliches Massenlager. Dazu brauche es natürlich auch entsprechendes Personal: 6 Personen in der Raumpflege, 18 Personen in der Restauration und 4 in der Administration. 9 davon sind Studentinnen, die gerade am Wochenende im Einsatz sind. Besonders erfreut zeigte sich Simone Cotting über die Auslastung bei den Übernachtungen: Knapp 1‘000 mehr gegenüber dem Vorjahr liessen sich verzeichnen.  Auch Apéros und Festessen seien öfter bestellt worden. 
2017 sei auch das erste Jahr ohne finanzielle Unterstützung der kkK gewesen, was einige Herausforderungen zur Folge gehabt habe: Zusätzliche Raumvermietung, erhöhte Übernachtungen sowie die Akquirierung neuer Gruppen bleiben dauerhafte Aufgaben.  

Arnold Schöpfer als Präsident des Stiftungsrates zeigte sich zufrieden mit den 2017 erzielten Zahlen. Der budgetierte Ertrag, der bei Fr. 448‘445 festgesetzt worden sei, habe Fr. 453‘207 betragen. Was noch zu verbessern wäre, sei  der Bereich Ausgaben, da zusätzliche Übernachtungsgäste und Restaurationen natürlich auch mehr Personalaufwand bedeuteten. So sei der budgetierte Betriebsergebnis nach betriebsfremden Erfolg bei -77‘445 festgelegt worden und das Ergebnis habe bei Fr. -65 550 gelegen. Für 2018 sei noch ein Minus von -16‘089 kalkuliert worden.  Ein weiterer Bereich, für den ein Ausbau möglich sei, wären noch soziale Anstellungen, z.B. zur Rückführungen in den Arbeitsmarkt.

Den Anwesenden wurde anschliessend auch noch eine Übersicht präsentiert über die Verwendung des Renovationsfonds des Burgbühls, der von 2001 bis 2018 von den Pfarreien jährlich mit Fr. 20‘000 unterstützt wurde.  Zu einigen Diskussionen führte der Antrag über einen zusätzlichen Beitrag von Fr. 20‘000 für das laufende Kalenderjahr. Bischofsvikar Pascal Marquard betonte allerdings, dass die Ausrichtung und Zukunft des Burgbühls auch im Interesse des Bischofsvikariats liege und man heutzutage ein gutes und tragendes Konzept für ein solches Haus brauche. Die Entwicklung der Strategie brauche Zeit und sei besser zu planen mit etwas mehr finanziellem Rückhalt. Der zusätzliche Betrag wurde von den Pfarreiräten genehmigt.

Neuer Vorstand

Zum Ende der Versammlung wurde noch ein neuer Vorstand für die Legislaturperiode 2018-2023 gewählt. Verena Jost (Schmitten) und Peter Huber (Murten) schieden aus und werden ersetzt durch Yvette Haymoz (Düdingen) und René Kaeser (Gurmels). Als Präsident wurde Arnold Schöpfer im Amt bestätigt, der sich bei Verena Jost mit einem Blumenstrauss und bei Peter Huber mit einem Büchergutschein für ihr langjähriges Engagement bedankte. Gleichzeitig wies er noch darauf hin, dass man nach dem Ausscheiden von Urs Jost aus dem Exekutivrat noch eine deutschsprachige Vertretung suche. 
Anschliessend führte Hans-Peter Vonlanthen (Präsident des Pfarreirats St. Silvester) den Pfarreiräten die Tradition des Füfi-Amts zum Patronatsfest der Pfarrei mit einem Film vor Augen und lud alle zum gemeinsamen Apéro ein.
Die nächste Sitzung findet am 2. November in Murten statt. 

Christina Mönkehues-Lau, Informationsbeauftragte