Christen und Muslime gemeinsam an der Seite der Flüchtlinge

Am Sonntag, den 29. April, trafen sich im grossen Pfarreisaal von St. Peter in Freiburg Katholiken, Reformierte und Muslime mit Flüchtlingen und Asylbewerbern. Ziel der Zusammenkunft war es aufzuzeigen, dass wir uns, auch wenn wir verschiedenen Religionen angehören, zum Austausch, zum fröhlichen Beisammensein, aber auch zur Stille und Meditation treffen können.

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Während des ersten Teils des Nachmittags begaben sich die Teilnehmenden reihum in verschiedene Ateliers: Es gab ein Atelier Backen, wobei jeder Teilnehmende einen kleinen Zopf formen und backen konnte. Im 2. Atelier wurden die Leute unter kundiger Führung angeleitet zum Singen des traditionellen Freiburger Liedes „Là-haut sur la montagne». Im 3. Atelier Kalligraphie konnten sich die Teilnehmenden in Wort und Schönschrift zu unserem täglichen Miteinander äussern. Die Kinder konnten in der Zwischenzeit zum Thema „Miteinander» basteln: Sie gestalteten Flaggen und Dekorationsobjekte, die das Gemeinsame unterstrichen. Nach der Präsentation der Kinder- und Kalligraphie-Werke sowie der gebackenen Zöpfe wurde das Lied gemeinsam von allen Teilnehmenden gesungen. Ein sehr eindrücklicher Moment! Anschliessend gab es einen kleinen Imbiss. Den Abschluss bildete ein Moment der Stille, in Verbundenheit, die durch das Festhalten an einer gemeinsamen Schnur symbolisiert wurde. 

Die Verantwortlichen des Tages erhoffen sich, dass solche Momente des Teilens unter Gläubigen verschiedener Religionen den Anfang weiterer Begegnungen bilden, bei denen Brüderlichkeit und Freundschaft um uns herum gesät werden, überall, wo wir leben: in der Gesellschaft, in unseren Quartieren, an der Arbeit, in der Freizeit und in unseren Familien. 

Dies hoffen wir alle, und vor allem glauben wir, dass unser Gott, wie auch immer wir ihn nennen, dies von uns und für uns wünscht! 

Marianne Pohl-Henzen, Adjunktin im Bischofsvikariat
Fotos: Christina Mönkehues-Lau

Gemeinsamer Gesang