Dauerhaftes Engagement für die Verwaltung der Pfarreien

Freiburg, 12.04.2018. Nach dem zweiten und letzten Wahlgang am 25. März konnten die Pfarreiratswahlen für die Amtsperiode 2018 bis 2023 abgeschlossen werden. In den 115 katholischen Pfarreien des Kantons Freiburg mussten 597 Pfarreirätinnen und Pfarreiräte gefunden werden. 595 Personen wurden gewählt; nur in zwei Pfarreien ist die Zusammensetzung der Pfarreiräte noch unsicher. Ihre Vereidigung findet am 21. April um 10 Uhr in der Kirche St. Peter in Freiburg statt.

„Engagiert für den Glauben" – unter diesem Motto rief die katholische kirchliche Körperschaft im November letzten Jahres Pfarreimitglieder auf, für das Amt der Pfarreirätin bzw. des Pfarreirats zu kandidieren und somit die administrative Verantwortung in den Pfarreien vor Ort zu übernehmen. 105 von 115 Pfarreien hatten bereits im Januar ihre Pfarreiräte durch eine sogenannte „Stille Wahl" bestimmt, d.h. die in den jeweiligen Pfarreisekretariaten abgegebenen Kandidatenlisten enthielten genauso viele Kandidaten wie Sitze im jeweiligen Pfarreirat. Zwei Pfarreien stellten mehr Kandidaten auf als benötigt – hier entschied eine Wahl mit absolutem Mehr am 4. März. Sechs Pfarreien hatten weniger als die Anzahl der zu besetzenden Sitze mit der „Stillen Wahl" bestimmen können. Für sie fand am 25. März eine Wahl ohne Liste mit relativem Mehr statt.

Ein dauerhaftes Engagement

Dass die Verpflichtung für das Amt für viele bisherige Pfarreiräte ein dauerhaftes Engagement darstellt, zeigt sich darin, dass sich rund 440 von ihnen wiederwählen liessen. Das entspricht fast 75% der zu vergebenden Sitze. Aber auch 155 neue Frauen und Männer konnten für dieses Amt neu hinzugewonnen werden. Während 33 Pfarreiräte in alter Besetzung weiterarbeiten, setzt sich der Pfarreirat Giffers-Tentlingen komplett aus neuen Mitgliedern zusammen. 

Die Pfarreiräte bestehen – je nach Grösse der Pfarrei – aus 5–9 Frauen und Männern, wobei die grosse Mehrheit, d.h. 107 Pfarreiräte, fünf Sitze haben. Eine Ausnahme bildet z.B. die Pfarrei Estavayer, wo wegen der Fusion von 12 Pfarreien die bisherigen Pfarreiräte je ein Mitglied für den neuen Pfarreirat mit 12 Sitzen bezeichnet haben. Daneben gibt es noch 4 Pfarreiräte mit 7 Sitzen und jeweils einen mit 8 bzw. 9 Sitzen.

Anteil Frauen und Männer

Ziemlich ausgeglichen ist bei den Pfarreiratswahlen die Geschlechterverteilung: 318 Männer und 277 Frauen konnten in das Amt gewählt werden. Diese Durchmischung spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der einzelnen Pfarreiräte: 44 Pfarreiräte bestehen aus zwei Frauen und drei Männern und 31 aus drei Frauen und zwei Männern. Nur ein Pfarreirat ist ausschliesslich durch Frauen besetzt; einen Pfarreirat ohne weibliche Mitglieder gibt es nicht. 
Offene Fragen
Weitere Klärungen werden nur noch in zwei Pfarreien benötigt. Zwar konnte die Pfarrei Orsonnens fünf Personen in den Pfarreirat wählen, doch bei der Prüfung der Ergebnisse stellte der Exekutivrat eine Inkompatibilität mit den Unvereinbarkeitskriterien nach Artikel 31 des Pfarreireglements fest. Hier wird der Exekutivrat noch entscheiden, wie mit diesem Faktum umzugehen ist. Offen ist ebenfalls die Zusammensetzung des Pfarreirats Grangettes. Hier wurden drei Personen gewählt, aber zwei Sitzen bleiben noch vakant.

Vereidigung

Die Pfarreiräte werden am 21. April, um 10 Uhr, in der Kirche St. Peter, Freiburg, vereidigt. Dazu wird eine Messe mit den Bischofsvikaren Freiburgs, P. Pascal Marquard und Jean Glasson, gefeiert. Die Vereidigung der Pfarreiräte, die zu diesem Datum verhindert sind, findet am 25. April, um 18 Uhr, in der Kapelle des Pauluswerks in Freiburg statt.

Christina Mönkehues-Lau