Einsetzung der Bischofsvikare

Freiburg, 30. August 2017 – Bischof Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, wird am Freitag, 1. September 2017, 18.00 Uhr, in der Kirche Christ-König, Freiburg, zwei neue Bischofsvikare in ihr Amt einsetzen: Pater Pascal Marquard für die Bistumsregion Deutschfreiburg und Abbé Jean Glasson für den französischsprachigen Teil des Kantons Freiburg.

Porträt Pascal Marquard

Der 41-jährige Pater Pascal Marquard wurde in Zürich geboren und hat zwei Geschwister. Zunächst arbeitete er als Lehrer in Aargau und in Flüeli-Ranft, bevor er bei den Franziskaner Minoriten eintrat. Nach seinem Noviziat in Padua (IT) von 2001 bis 2002, setze Pater Pascal sein Theologiestudium in Würzburg (D) fort. 2008 kam er nach sieben Studienjahren im Ausland in die Schweiz zurück, um nach Freiburg geschickt zu werden. Am 13. September 2008 wurde er von Bischof Amadée Grab zum Priester geweiht. Drei Jahre lang war er Universitätsseelsorger in Freiburg für die Deutschsprachigen und Verantwortlicher für die Jugendpastoral in seinem Orden. 2009 wurde er zum Mitglied und 2012 zum Präsidenten der Kommission für der Renovation und Umgestaltung des Franziskanerkonvents ernannt, die dieses Projekt geplant und die Umsetzung beaufsichtigte. Die Arbeiten wurden im Herbst 2016 abgeschlossen. Seit 2013 ist er zudem Guardian der Franziskanergemeinschaft in Freiburg. Neben seinem Engagement für die Klostergemeinschaft ist er ab dem 1. September auch Pfarrmoderator der Kath. Pfarreiseelsorge Freiburg – Stadt und Umgebung.

Porträt Jean Glasson

Abbé Jean Glasson wurde am 18. September 1976 in Bulle geboren und hat drei Geschwister. Er wuchs im Greyerzerland auf. Nach einem Entscheidungsjahr und vier Jahren Studium in Freiburg, verbrachte er ein Jahr am Angelicum in Rom, bevor er sein Lizenziat in Theologie (Kirchengeschichte) erwarb. Jean Glasson wurde am 29. Juni 2003 zum Priester geweiht. Zunächst war er zwei Jahre Vikar in Renens-Bussigny tätig. Danach wurde er zum Pfarrmoderator der Seelsorgeeinheit Notre-Dame de l'Evi in Gruyères ernannt. Nachdem er dieses Amt sechs Jahre lang ausgeübt hatte, wurde er 2012 Pfarrmoderator der Seelsorgeeinheit St-Laurent in Estavayer-le-Lac. Im Januar 2014 wurde ihm das Amt des Dekans der Broye übertragen. Von Oktober 2015 bis Januar 2016  absolvierte er in Paris am katholischen Institut einen Kurs zum Thema Neuevangelisierung „Des Pasteurs selon mon cœur". 

Was ist ein Bischofsvikar?

Vom Lateinischen vicarius: Stellvertreter. Er ist derjenige, dem die Funktionen, die zu einem kirchlichen Amt gehören, delegiert werden. Als „bischöflicher" Vikar ist er also Mitarbeiter des Bischofs. Im Bistum von Lausanne, Genf und Freiburg gibt es fünf Bischofsvikare, die geographisch bedingt sind und den Vikariaten entsprechen (Genf, Waadt, Neuenburg und Freiburg – Freiburg besteht aus zwei Vikariaten: einem französischsprachigen und einem deutschsprachigen). Seit dem 1. September 2015 gibt es zusätzlich einen Bischofsvikar, der mit einem Thema betraut ist: den Berufungen. Die Bischofsvikare nehmen insbesondere am Bischofsrat teil, der ein Beratungsorgan für den Bischof bei der Führung seines Bistums ist und sich praktisch wöchentlich trifft, sowie am Priesterrat, der aus Vertretern der Priester des Bistums besteht.

 
Véronique Benz/Christina Mönkehues-Lau