Eine Woche in Taizé

Sechs junge Erwachsene machten sich Anfang Juli auf den Weg nach Taizé, um für eine Woche den Alltagsstress zu vergessen und in eine andere Welt einzutauchen.

Am 02.07.2017 machten wir, eine Gruppe von sechs Personen aus Fribourg und Bern, uns auf nach Taizé. Mit grosser Vorfreude trafen wir uns alle am Treffpunkt in Fribourg und hatten schon auf der Zugfahrt die Möglichkeit uns alle besser kennen zu lernen. Die Sympathien stimmten sofort und somit versprach es schon zu Beginn, eine tolle Woche zu werden. Nach der Ankunft bezogen wir unsere Baracken, nahmen gleich am Abendessen teil und besuchten den Abendgottesdienst.

Nachdem wir am nächsten Morgen unsere Jobs, wie „Night-Welcome-Team" oder „Solidarity-Group" erhalten hatten, konnten wir uns so langsam in den wundervollen Taizé-Alltag einfinden und uns auf die altbekannten Eindrücke und neue Menschen einlassen.

Insgesamt sollen es in dieser Woche an die 2’500 Menschen gewesen sein, die jeden Tag mit uns beteten, sangen, assen, spielten, arbeiteten und lachten.

Abends trafen wir unsere Gruppe und neue Freunde im Oyak zum Austausch über den Tag und lauschten der Gitarrenmusik oder sangen eifrig Lager-Lieder mit, wenn wir die Texte kannten. Viel Zeit verbrachten wir auch am „Lake of Silence" und genossen die Stille und das satte Grün der Wälder. Am Mittwoch unternahm unsere Gruppe und auch ein paar neue Gesichter eine Wanderung ins schöne Cluny. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Käserei vorbei, die zur weiteren Wegverpflegung beitrug. Auf der Wanderung gab es spannende Gespräche und eine tolle Kulisse. Als Belohnung für die zurückgelegten Kilometer, gönnten wir uns in Cluny ein Eis und erkundeten die Stadt ein wenig, bis wir, um pünktlich zum Abendessen wieder zurück zu sein, wieder den Bus nach Taizé nahmen. Manche von uns suchten das Gespräch zu den Brüdern am Abend nach dem Gottesdienst, andere diskutierten eifrig und leidenschaftlich in ihrer Bibelgruppe. Die Leute aus der Solidarity-Group sind Ende des Jahres sogar in einer Doku im französischen Fernsehen zu sehen, wie sie über Solidarität reden, Workshops, Lieder und anderes dazu gestalteten.

Die Atmosphäre in diesem ökumenischen Orden war wieder einmal unschlagbar und letztendlich lässt sich nur sagen, dass Taizé einfach immer eine Reise wert ist.

Danke nochmals an alle TeilnehmerInnen! Ihr habt die Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Samantha Seyerlein

               
/simplegalerie/2017-07Taize