Frühjahrsversammlung der Vereinigung der Pfarreien

Die Frühjahrsversammlung der Vereinigung der Pfarreien fand am 28. April in der Pfarrei Schmitten statt. Auf dem Programm standen u.a. die Rechnung 2016 der Vereinigung sowie die Rechnung der Kasse für Katechese und Religionsunterricht an der OS.


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Begrüsst wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Pfarreiräte Deutschfreiburgs in der Kirche Schmitten mit einer kleinen Andacht, die von Marius Hayoz gestaltet und zwei Panflötenspielern feierlich untermalt wurde. Anschliessend gab der Schmittener Pfarreipräsident Norbert Lehmann einen geschichtlichen Überblick zur Pfarrei und wies auf lokale Besonderheiten hin, z.B. dass man noch heute das Grab des Dorfwirtes Johann Wider am Eingang der Kirche fände, der sich Ende des 19. Jahrhunderts Boden für die Einrichtung eines Friedhofes in Schmitten eingesetzt hatte.

Rechnung 2016/Budget 2017

Eine erfreuliche Rechnung konnte Verena Jost präsentieren, die im Vorstand der Vereinigung für die Finanzen zuständig ist. Wegen der Rückzahlung eines abgeschriebenen Betrags und da weniger Sitzungsgelder der Delegierten  der Versammlung der Körperschaft angefallen seien, wies die Rechnung 2016 bei einem Aufwand von Fr. 6‘403 und einem Ertrag von Fr. 9‘589.35 einen Ertragsüberschuss von Fr. 3‘186.35 auf. Das Vermögen zum Jahresschluss 2016 betrug Fr. 39‘070.25. Die Rechnung, die von den Revisoren geprüft und zur Genehmigung empfohlen wurde, konnte einstimmig angenommen werden. Das Budget 2017, das bei der letzten Herbstversammlung schon thematisiert worden war und das einen Aufwandsüberschuss von Fr. 1‘570 vorsieht, konnte ebenfalls verabschiedet werden.

Kasse für Katechese
Der Präsident der Vereinigung der Pfarreien, Arnold Schöpfer, präsentierte die Rechnung 2016 und das Budget 2017 der gemeinsamen Kasse für die Aus- und Weiterbildung von Katecheten und Katechetinnen sowie den Religionsunterricht in kleinen Klassen an der OS. Diese wies für die Rechnung 2016 bei einem Ertrag von Fr. 20‘006 und einem Aufwand von Fr. 14‘957.20 einen Überschuss von Fr. 5‘046.42 auf. Da das Vermögen dieses Kontos, in das die Pfarreien jährlich einen Betrag einzahlen, derzeit Fr. 29‘799.01 beträgt, beschloss die Versammlung, die Zahlungen für das Jahr 2017 auszusetzen, damit sich auf diesem Konto kein grösserer Betrag anhäufe. Das Budget 2017 dieser Kasse rechnet daher mit einem Verlust von Fr. 22‘530. Im Moment gibt es nur eine einzige OS-Klasse, die aus der Kasse finanziert werden muss, weil sie kleiner ist als die vom Kanton vorgegebene Mindestgrösse von 12 SchülerInnen. Die Pfarreipräsidentin von Düdingen, Yvette Haymoz,  gab zu bedenken, dass man diese solidarische Finanzierung von kleinen Klassen auf drei Jahre begrenzt habe, welche am Ende des laufenden Schuljahrs ablaufen werden, wodurch eine erneute Prüfung nötig werde. Arnold Schöpfer, der auch Präsident der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft (kkK) ist, verwies darauf, dass man derzeit auch im Gespräch mit dem französischsprachigen Teil der Kirche im Kanton Freiburg sei, damit die Belastungen der Pfarreien für die Katechese ähnlich verteilt werden.
Bericht des Bischofsvikariats 
Aus dem Bischofsvikariat berichteten der Bischofsvikar Alain de Raemy und die Adjunktin Marianne Pohl-Henzen. Der derzeit laufende Prozess, der Pastoralplanung, Personalplanung und Strukturen der Kirche Deutschfreiburgs zukunftsfähig machen soll, zeige erste Früchte und Konsequenzen. Greifbar ist vor allem der Pfarrerwechsel, der in den nächsten Monaten einige Seelsorgeeinheiten betreffe. Grund dafür ist die Richtlinie des Bistums, dass Seelsorgende nicht länger als max. 15 Jahre am gleichen Ort tätig sein sollten sowie die Pensionierung von zwei Pfarrern (s. Mitteilungsblatt Januar). Gleichzeitig würden derzeit die Strukturen überarbeitet, welche eine engere Zusammenarbeit des Bischofsvikariats mit den Moderatoren bzw. auch den Seelsorgeteams vorsehen. Nähere Informationen werden vor dem Sommer veröffentlicht. Die Informationsstelle des Bischofsvikariats empfahl den Pfarreien die Online-Plattform „theodia.org", um auf ihre Gottesdienste hinzuweisen und auch Einheimische sowie Auswärtige auf ihr liturgisches Angebot aufmerksam zu machen (s. 9). Beim Austausch mit dem Bischofsvikariat regte Yvette Haymoz an, die auf französischsprachiger Seite durchgeführte Befragung zur Katholischen Kirche auch in Deutsch­freiburg durchzuführen, damit die Deutschfreiburger Seite bei der Planung der Zukunftsvisionen auf kantonalem Niveau ebenfalls zum Tragen käme.
Aus dem Exekutivrat und dem Bildungszentrum Burgbühl
Urs Jost entrichtete die Grüsse des Exekutivrats an die Versammlung und hielt einen Rückblick auf den Umzug der Körperschaft, der Bischofsvikariate, Fachstellen und Sprachmissionen auf den Boulevard de Pérolles nach Freiburg und freute sich, dass damit ein Legislaturziel des Exekutivrats erfüllt werden konnte. 
Einen Bericht aus dem Stiftungsrat des Bildungszentrums Burgbühl (BZB) gab Arnold Schöpfer. Mit Blick auf die Delegiertenversammlung im Frühjahr seien die dort präsentierten Zahlen natürlich ambitiös gewesen und hätten daher vielleicht zu Diskussionen geführt, aber man sei optimistisch. Die Zahlen des laufenden Jahres würden im Sommer schon einmal überprüft werden und in der Herbstversammlung der Vereinigung 2017 könne er schon nähere Auskünfte geben. Mit dem für das Jahr 2017 zusätzlich durch die Vereinigung der Pfarreien gesprochenen Betrag von Fr. 20‘000  sowie mit den Beiträgen der Pfarreien im Renovationsfond würde man sehr bedacht umgehen, damit Renovationen und Innovationen auch sinnvoll seien. Ausserdem verwies er auf die neue Homepage www.burgbuehl.ch und darauf, dass das Burgbühl neu auf dem Portal booking.com vertreten sei, wodurch auch neue Gäste auf das BZB aufmerksam würden. Mit Blick auf die jährliche Unterstützung des Renovationsfonds des Burgbühls durch die Pfarreien, die vertraglich 2018 ausläuft, bedankte sich Arnolds Schöpfer für die Unterstützung und plädierte darauf, diese Unterstützung wirklich bis 2018 aufrechtzuerhalten als Zeichen der Solidarität mit den Umstrukturierungsprozessen, die im Moment liefen.

Kurz informiert wurde über die kantonale Änderung der Arbeitsverträge für LehrerInnen seit Herbst 2016. Das administrative Jahr beginnt nun am 1. August und nicht mehr am 1. September, was Auswirkungen auf die Anstellungen hat und wodurch im Übergang der Schuljahre den Lehrkräften ein Monatslohn nicht ausbezahlt wurde. Während der Staat entschieden hat, diesen Monatslohn am Ende des Arbeitsverhältnisses auszubezahlen, empfiehlt der Vorstand den Pfarreien, die ja den Religionsunterricht in der Primarschule tragen,  diesen  Monatslohn bis zum 31. Juli 2017 auszuzahlen, wobei aber diesbezüglich keine bindenden Regelungen getroffen wurden.

Christina Mönkehues-Lau; Mitteilungsblatt Juni 2017