Vertrauen in die Zukunft des Bildungszentrums Burgbühl

In Giffers fand am Freitag, 11. November 2016, die Herbstversammlung der Vereinigung der Pfarreien Deutschfreiburgs (VPDF) statt. Neben dem Budget 2017 stellten sich die neuen Co-Leiter des Bildungszentrums Burgbühl vor und präsentierten ihre Zukunftsvisionen und einen Businessplan. Ausserdem konnten die Pfarreiräte einen Einblick in die Planungen des Kantonslager der Jubla Freiburg gewinnen, das 2017 mit ca. 1‘300 Jugendlichen im Entlebuch stattfinden wird.

Mit Chorgesang durch den Cäcilienchor Giffers-Tentlingen unter der Leitung von François Pidoud und durch Impulse von Pfarrer Hubert Vonlanthen und Pastoralassistentin Anna Marti wurden die VertreterInnen der Pfarreiräte in der Kirche in Giffers begrüsst und eingestimmt. „Ihr Einsatz ist nicht nur eine Aufgabe für eine Institution Kirche, sondern auch ein Dienst am Reich Gottes", so Hubert Vonlanthen. Anschliessend gab der Pfarreipräsident Dominik Gauch im Pfarreisaal einen kleinen Einblick in die Geschichte der Pfarrei Giffers-Tentlingen, die zur Seelsorgeeinheit Sense Oberland gehört.

Aus dem Bischofsvikariat informierten die Adjunktin Marianne Pohl-Henzen und der Bischofsvikar Alain de Raemy über die Bestrebungen, die Strukturen der Kirche Deutschfreiburg zu überarbeiten und klarer zu gestalten, z.B. seien derzeit das Dekanat Deutschfreiburg und das Bischofsvikariat Deutschfreiburg deckungsgleich. Angestrebt werde daher, aus der Kirche Deutschfreiburg eine Bistumsregion zu machen, um diesen wichtigen deutschsprachigen Teil des Bistums aufzuwerten und die Bedeutung der deutschsprachigen Strukturen hervorzuheben. Ein entsprechendes Konzept sei derzeit bei den Pfarreien in der Vernehmlassung und würde von der Pastoralplanungskommission weiter bearbeitet.

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Neue Perspektiven für das Bildungszentrum Burgbühl

„Das Bildungszentrum Burgbühl bringt Menschen zusammen" – unter diesem Motto haben der Interimsstiftungsrat und die neue Co-Leitung des Burgbühls in den letzten Monaten Visionen für eine Zukunft des Bildungszentrums erarbeitet und mit der Hilfe eines Treuhänders auch einen Businessplan für die kommenden Jahre erstellt. Dass sich die neuen Co-Leiter des Hauses gut ergänzen, wurde in ihrer Präsentation deutlich: Simone Cotting hat als Co-Leiterin der Fachstelle für Kirchenmusik und Sekretärin im Bischofsvikariat einen Einblick in die Veranstaltungen und Strukturen der Kirche Deutschfreiburg und Heribert Käser bringt breite Erfahrungen in den Bereichen Business und Management mit. „Ein Tisch steht besser, wenn er auf mehreren Beinen steht – so geht es auch dem Burgbühl", erläuterte Käser. Bezüglich der Dienstleistungen sei es vernünftig, verschiedene Bereiche zu fördern, wie Übernachtungen, Verpflegungen, Raummiete, Veranstaltungen und Bildung. Gleichzeitig gelte es zudem, verschiedene Zielgruppen auf das Haus aufmerksam zu machen. „Wir wollen deutlich machen, dass ganz unterschiedliche Gruppen das Haus nutzen können. Neben der Kirche sollen auch Gewerbe, Politik aber auch die allgemeine Bevölkerung besser angesprochen werden." Zudem sei an strukturellen Optimierungen zu arbeiten, damit Gäste vom Anruf im Burgbühl bis zur Abreise gut betreut würden.

Gleichzeitig signalisierte Simone Cotting, dass das Burgbühl weiterhin ein kirchliches Zentrum für Deutschfreiburg bleiben soll, in dem Versammlungen und Veranstaltungen stattfinden können. In einer Umfrage zum Bildungszentrum, die im Frühjahr durchgeführt wurde, hatten viele Pfarreien signalisiert, das Haus weiterhin unterstützen zu wollen.

Arnold Schöpfer, Mitglied im Interimsstiftungsrat, präsentierte einige Prognosen aus dem Businessplan und wies darauf hin, dass sicherlich das nächste Jahr noch ein Aufbau- und Übergangsjahr sein werde. Mit dem Umzug der Fachstellen und des Bischofsvikariats nach Freiburg werden ab dem Januar 2017 Räume im ersten Stock des Hauses frei, für die man jetzt eine gute Lösung suche. Allerdings könne der Interimsstiftungsrat auch mit Unterstützung rechnen: Im Budget der katholischen kirchlichen Körperschaft für das kommende Jahr sei ein Beitrag von Fr. 15‘000 für das Burgbühl vorgesehen.

„Es ist wichtig, Unsicherheiten aus dem Weg zu schaffen", so Heribert Käser. „Glauben Sie an die Zukunft Ihres Bildungszentrums und der Erfolg wird sich einstellen." Die Pfarreien taten genau das und gewährten neben dem jährlichen Beitrag für das Bildungszentrum Burgbühl von Fr. 40‘000 einen zusätzlichen Beitrag von Fr. 20‘000.

KaLa 2017 – Besser gemeinsam als einsam

Vom 10. bis 22. Juli 2017 werden sich sämtliche vierzehn Freiburger Jublascharen in der UNESCO Biosphäre Entlebuch (Luzern) zu einem Kantonslager der Jubla zusammenfinden, das unter dem Motto steht: Besser gemeinsam als einsam. Erwartet werden rund 1‘300 Teilnehmende. Jano Fasel, der im achtköpfigen Organisationskomitee für Marketing und Sponsoring verantwortlich ist, erläuterte die Arbeit der Jubla und der Planung des Kantonslagers. „Der Programmteil, den die Kinder und Jugendlichen wahrnehmen, ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt der erforderlichen Arbeiten. Infrastruktur, Logistik, Verpflegung, Sicherheit, Koordination, Öffentlichkeitsarbeit – alle diese Bereiche bedürfen einer guten Planung, damit das Kantonslager gelingt." Sandra Vetere, Leiterin der regionalen Fachstelle für Jugendseelsorge und Präses der Jubla, betonte die Bedeutung der Jubla besonders auch für die Pfarreien und bat um eine Kollekte für das Kantonslager. „Was die Kinder und Jugendlichen dort erfahren dürfen ist aktiv gelebter Glaube: Man schenkt einander Zeit und engagiert sich, ist solidarisch, ist da für den anderen."

Budget 2017 und neues Mitglied im Vorstand

Verena Jost, Verantwortliche für die Finanzen der Vereinigung, präsentierte das Budget 2017, das bei einem Aufwand von Fr. 8‘420 mit einem Aufwandüberschuss von Fr. 1‘570 rechnet und von der Versammlung genehmigt wurde. Nach dem Rücktritt von Jacqueline Häfliger musste ein neues Mitglied für den Vorstand der Vereinigung der Pfarreien gefunden werden. Der Pfarreirat Hans Jungo aus Tafers konnte für diese Aufgabe gewonnen werden und wurde durch die Vereinigung bestätigt.

Die Frühjahresversammlung der Vereinigung der Pfarreien wird am 28. April in Schmitten stattfinden.

Christina Mönkehues für den Informationsdienst des Bischofsvikariats Deutschfreiburg