Aufbruch nach Rom

Ein farbenfrohes Bild bot sich am 2. Mai in der Kathedrale St. Gallen. Rund 1'000 Männer und Frauen – zumeist in bunter Outdoorkleidung in Erwartung der ersten Etappe – nahmen an der Aussendungsfeier für die Pilgerinnen und Pilger des Projekts "Kirche mit * den Frauen" teil.


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„Kirche mit den Frauen”, „Bildungsstelle Biel” und auch „Bildungskommission Freiburg” – bei einem ersten Blick auf die Reservierungen im Zug nach St. Gallen durfte die 15-köpfige Gruppe der kath. Pfarreiseelsorge Freiburg – Stadt und Umgebung – feststellen, dass sich viele am 2. Mai auf den Weg machen wollten, um die Pilgerinnen und den Pilger des Projekts „Für eine Kirche mit * den Frauen” zu verabschieden. Die acht PilgerInnen und Pilger nehmen 1'000 km Weg auf sich und möchten mit ihrem Weg nach Rom ein Zeichen setzen für mehr Mitspracherecht von Frauen in der Kirche.

Für eine geschwisterliche Kirche

Rund 1'000 Frauen und Männer aus der Schweiz, aber auch aus Österreich und Deutschland waren bei der Aussendungsfeier in der Kathedrale in St. Gallen dabei, der Bischof Markus Büchel und der Basler Weihbischof Martin Gächter vorstanden. Stimmige Musik, bewegende Zeugnisse und Gesten schafften eine eindrucksvolle Atmosphäre. Der Freiburger Professor und Priester Franz Mali, der einzige Mann im Pilgerteam, betonte, dass er für eine geschwisterliche Kirche pilgere, „weil wir uns nicht nur etwas für die Frauen, sondern auch von den Frauen, nicht nur etwas von den Männern, sondern auch für diese erwarten”.

Gesten der Solidarität

Nach der fast obligatorischen Olma-Bratwurst starteten wir mit 270 Personen zur ersten Etappe, die uns nach Teufen führte. Die Höhenmeter und einige aufgeweichte Wege sorgten für eine teilweise herausfordernde Strecke, die aber dank vieler solidarischer Gesten von allen gemeistert wurde. Wenn dem Kamera-Team von SRF ein Teil der Ausrüstung für eine Weile abgenommen wurde, Rucksäcke und Jacken von schnelleren Wanderern schon einmal ans Ziel getragen wurden, wenn Wanderstöcke ausgeliehen und gemeinsame Pausen zum Verschnaufen eingelegt wurden, konnte man spüren, wie wichtig es ist, gemeinsam auf dem Weg zu sein. Und sicherlich wuchs auch der Respekt vor den Rom-PilgerInnen!

Angekommen in Teufen fand in der Kirche noch ein kleiner Impuls statt und anschliessend hatte die Pfarrei ein reichhaltiges Apéro organisiert. An Leib und Seele gestärkt konnten wir so den Rückweg antreten.  Die PilgerInnen und Pilger werden noch bis zum 2. Juli unterwegs sein. Aktuelle kleine Berichte erscheinen auf ihrem Blog: www.kirche-mit.ch.

Text und Bild: Christina Mönkehues