Funkelnde Sterne leuchten in der Nacht und bringen reiche Pracht

3. Adventswoche, Dienstag, 15. Dezember – So viele Sterne am Himmel und so weit entfernt. Und doch sehen wir sie jede Nacht. Sterne können wir aber nicht nur am Himmel finden. Oft sind sie ganz nah und beschenken uns reich. – Von Lukas Hendry

Ein kleines Mädchen geht in die Welt

Es war einmal ein kleines Mädchen, deren Eltern bereits gestorben waren. Sie hatte kein Zuhause, nichts zu essen und keine Kleider, ausser jene, die sie am Leibe trug.

Ein Fremder hatte ihr ein Stück Brot geschenkt, das war alles, was sie zu essen hatte. Das Mädchen war trotzdem lieb und fromm. Es glaubte an Gott und vertraute ihm sehr.

Sie machte sich auf den Weg in die Welt und begegnete verschiedenen Menschen. Einem armen Mann schenkte sie ihr Brot; einem frierenden Kind ihre Mütze, und weiteren frierenden und jammernden Kindern schenkte sie ihre restlichen Kleidungsstücke. Und jedes Mal sagte sie: «Gott segne es dir.»

Das letzte Kind traf sie im Wald. Es bat um ihr Hemdchen. Weil es schon dunkel war und niemand sie mehr sehen konnte, zog sie auch noch ihr Hemdchen aus.

Da stand das Mädchen und hatte gar nichts mehr. Plötzlich fielen die Sterne vom Himmel und wurden zu vielen Talern. Auf einmal hatte sie auch wieder ein Leibchen an. In diesem Leibchen sammelte sie die Taler und war reich für ihr ganzes Leben.

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Ein Gedanke zur Sterntalergeschichte

Unser Leben ist wie ein Weg, ja vielleicht wie ein Weg in einem Labyrinth, dessen Ziel in der Mitte liegt. Um zur Mitte zu gelangen, müssen wir einen langen Weg zurücklegen. Dabei begegnen wir vielen Menschen. Wir sind auf diesem Weg nicht alleine. Auch Gott begleitet uns. Er hat uns versprochen, dass er immer für uns da ist.

Wohin unser Weg auch führen wird, Gott wird uns immer begleiten, wie das Sterntalerkind.