Die kirchliche Versammlung

Legislative

Die Versammlung der kathlischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg übt im Wesentlichen die gesetzgeberischen und budgetären Aufgaben (Art. 58 St) aus, unter Vorbehalt des fakultativen Referendums in gesetzgeberischen und finanziellen Belangen (Art. 59 St). Das gesetzgeberische Referendum kann von 5000 Mitgliedern oder 15 Pfarreien verlangt werden; das Finanzreferendum durch 15 Pfarreien, die mindestens 10'000 Gläubige vertreten.

Alle Einzelheiten bezüglich der Abläufe der Versammlung befinden sich im Geschäftsreglement vom 19. Juni 1999 der Versammlung der katholischen kirchlichen Körperschaft des Kantons Freiburg.

Zusammensetzung der Versammlung:

Die Versammlung besteht aus neunzig im Kanton wohnhaften Mitgliedern, die sich wie folgt verteilen:

  • sechzig Mitglieder, welche die Pfarreien vertreten und in den Wahlkreisen gewählt werden;
  • zehn Priester, Diakone oder Laienseelsorger, die von ihresgleichen gewählt werden;
  • fünf Vertreter der Ordensgemeinschaften, die von den im Kanton wohnhaften Ordensangehörigen gewählt werden;
  • fünf Vertreter der von der Diözesanbehörde anerkannten Bewegungen, die von den Organen dieser Bewegungen gewählt werden;
  • zehn vom Bischof bezeichnete Delegierte.

Organe der Versammlung:

Die Versammlung hat sich mit verschiedenen Organen ausgestatt, um ihre Aufgaben gut wahrnehmen zu können:

  • einem Büro (Präsident, erster Vize-Präsident, zweiter Vize-Präsident, vier Stimmenzähler). Die vier Ersatzstimmenzähler gehören nicht dazu.
  • einer Geschäftsprüfungskommission (Präsident und zehn Mitglieder)
  • einer Kommission für Rechtsfragen (Präsident und sechs Mitglieder)

Sekretariat der Versammlung:

Die Versammlung verfügt ebenso über ein Sekretariat.

Zu den Sitzungen der Versammlung eingeladene Personen:

Verschiedene Institutionen oder Beobachter werden an die Versammlung eingeladen:

  • der Exekutivrat der kantonalen kirchlichen Körperschaft, dessen Mitglieder mit beratender Stimme teilnehmen;
  • der Diözesanbischof, die Bischofsvikare des Kantons und andere Vertreter des Bischofs, die das Recht haben Anträge zu stellen;
  • die Vertreter der anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, die vom Kanton anerkannt sind, nehmen als Beobachter teil. Mit der Erlaubnis des Präsidenten der Versammlung können sie sich zu den Tagesordnungspunkten äussern;
  • das Büro der Versammlung kann weitere Beobachter einladen.