Katholisches Kirchenstatut

Das Kirchenstatut ist ein Gesetzestext - entsprechend der Verfassung eines Staates - der die wichtigsten Regeln für die Organisation und die Verwaltung der katholischen kirchlichen Körperschaften enthält und die Beziehungen zwischen ihnen bestimmt.

Der juristische Rahmen, worin sich das Statut einfügt, wird einerseits bestimmt durch das kantonale und Bundesrecht und andererseits durch das kanonische Recht.

In der Tat bildet das kantonale Recht, insbesondere das Kirchen-Staats-Gesetz (KSG), die Grundlage des Statuts: Grundlage im Sinne des Ausgangspunktes, da das Kirchen-Staats-Gesetz in seinem Artikel 7 die Katholiken des Kantons beauftragt, sich in der Form eines Statuts eine kirchliche Organisation zu geben, Grundlage auch im Sinne des juristischen Fundaments, was heisst, dass das Statut und seine Anwendungsanweisungen zwar nicht dem staatlichen Recht angehören, aber sich von diesem ableiten, daher öffentlich-rechtlicher Natur sind und infolgedessen den Prinzipien gehorchen müssen, die die Organisation und die Tätigkeit der öffentlich-rechtlichen Körperschaften bestimmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Kirchenstatut einer Rechtsordnung angehört, die aus jener des Staates fliesst - genauer jenes Zweiges des öffentlichen Rechts, der "Staatskirchenrecht" genannt wird - während sein Zweck der Aufgabe der Kirche dient, die von einer den kirchlichen Institutionen eigenen Rechtsordnung bestimmt wird, dem "kanonischen Recht". Das Kirchenstatut muss daher sowohl dem staatlichen Recht entsprechen und gleichzeitig dem Kirchenrecht nicht widersprechen (vgl. Art. 7 Abs. 3 KSG).

Teilrevision des Kirchenstatuts

Am 9. Juni 2013 haben die Katholiken des Kantons Freiburg an der Urne die Teilrevision des Kirchenstatuts angenommen (siehe Spezialseite über die Teilrevision).

Die Teilrevision trat am 1. Oktober 2013 in Kraft. Sie modifiziert das bisherige Kirchenstatut.