Pfarreirat

Der Pfarreirat ist das Exekutivorgan der Pfarrei.

Der Pfarreirat besteht aus mindestens fünf und höchstens neun Mitgliedern. (Art. 26 Statut) Die Mitgliederzahl des Pfarreirates muss während des letzten Jahres der Amtsperiode bestimmt werden. Dieser Entscheid tritt zu Beginn der neuen Amtsperiode in Kraft. (Art. 30 PfaR)

Bei der Ausübung seiner Befugnisse arbeitet der Pfarreirat mit dem Pfarrer, den an seiner Seelsorgeaufgabe beteiligten Personen und dem Pfarreiseelsorgerat zusammen. Er beteiligt den Pfarreiseelsorgerat insbesondere an der Ausarbeitung des Voranschlags, der für die Erfüllung der seelsorgerischen Aufgaben bestimmt ist. Um die Zusammenarbeit mit den Pastoralorganen zu fördern, bezeichnet er eines seiner Mitglieder als Vertreter im Pfarreiseelsorgerat. Er holt in allen Angelegenheiten, welche die Amtsführung des Pfarrers berühren, dessen Stellungnahme ein. (Art. 33 Statut)

Gemäss dem Kirchenstatut (Art. 32) hat der Pfarreirat folgende Befugnisse:

  • besorgt er die administrative und finanzielle Geschäftsführung der Pfarrei;
  • übt er alle Befugnisse aus, die auf Pfarreiebene nicht durch das Statut oder die Reglemente einem andern Organ übertragen sind.

Er hat, unter Vorbehalt der Befugnisse der Pfarreiversammlung, namentlich folgende Obliegenheiten:

  • er bereitet die Geschäfte der Pfarreiversammlung vor und vollzieht deren Beschlüsse;
  • er verwaltet die Pfarreigüter;
  • er stellt das Pfarreipersonal an, setzt dessen Besoldung fest und überwacht seine Tätigkeit;
  • er schliesst die Vereinbarungen ab, an denen die Pfarrei beteiligt ist;
  • er vertritt die Pfarrei in Verfahren, in denen sie Partei ist;
  • er unterrichtet die Pfarreiangehörigen über Pfarreiangelegenheiten von allgemeinem Interesse;
  • er übt im Namen der Pfarrei das Initiativ- und das Referendumsrecht aus;
  • er legt ein Archiv an und sorgt für die Aufbewahrung der zu archivierenden und die Verwaltung der archivierten Akten.
  • Er nimmt ferner die Aufgaben wahr, die ihm durch eine zwischen der Diözesanbehörde und der kantonalen Körperschaft abgeschlossenen Vereinbarung über die Verwaltung der Kirchengüter übertragen werden (Art. 25 KSG).

Das Reglement über die Pfarreien (Art. 36) fügt noch folgende Befugnisse hinzu:

  • Er leitet und verwaltet die Pfarrei und vertritt sie nach aussen.
  • Er ist für die Führung der Pfarreiregister verantwortlich (Art. 6 St.).
  • Er entscheidet im Einvernehmen mit dem Pfarrer über die zu anderen Zwecken als dem Kultus beabsichtigte Benützung der Kirche, der Räume und der für den Kultus bestimmten Gegenstände.

Der Pfarreirat ist verpflichtet, die Pfarreimitglieder mindestens einmal jährlich über die Pfarreiangelegenheiten von allgemeinem Interesse zu informieren. Die Informationspflicht erstreckt sich auch, unter Vorbehalt des Amtsgeheimnisses, auf die Angelegenheiten des Pfarreirates selber.

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    Gesamterneuerung der Pfarreiräte 2013 Wahlen 2013

    Das Jahr 2013 ist ein Wahljahr, zuerst für die Gesamterneuerung der Pfarreiräte des ganzen Kantons und danach für die Erneuerung der kirchlichen Versammlung.