Der Zusammenschluss von Pfarreien (Fusion)

Für den Zusammenschluss von Pfarreien, wie auch die Teilung oder die Änderung von Pfarreigrenzen, ist die Diözesanbehörde zuständig, die im Einvernehmen mit den betroffenen Pfarreien entscheidet (Art. 14 Statut).

Diese Änderung des Status von Pfarreien ist Gegenstand einer Konvention, welche die betroffenen Pfarreien und die Diözesanbehörde abschliessen (Art. 126 Abs. 1 PfaR). Schliesslich wird die Vereinbarung der kantonalen Körperschaft, d.h. dem Exekutivrat, zur Genehmigung unterbreitet. Der Exekutivrat fördert den Zusammenschluss von Pfarreien. Die Versammlung hat zu diesem Zweck einen Fusionsfonds errichtet und ein Reglement verabschiedet:

  • Reglement vom 2. Oktober 2010 über die Förderung der Pfarreizusammenschlüsse (Inkraftsetzung am 1. Januar 2010)

Der Exekutivrat stellt den Pfarreiräten weitere Dokumente zur Verfügung, die ihnen helfen können, eine Pfarreifusion vorzubereiten:

  • Das Modell einer Vereinbarung über einen Pfarreizusammenschluss
  • Anhang 1 "Erläuterungen"
  • Anhang 2 "Rechtsquellen"
  • Eine Checkliste für einen Pfarreizusammenschluss
  • Die Tabelle der Grundbeiträge für Pfarreizusammenschlüsse
  • Den erläuternden Bericht des Exekutivrates an die Versammlung
  • Die Präsentation bei den Begegnungen mit den Pfarreiräten von November 2010 bis Februar 2011

Einzuhaltendes Vorgehen

In der Praxis unterbreiten die Pfarreien die Frage zuerst der Diözesanbehörde, die ihre grundsätzliche Einstimmung für den Zusammenschluss geben muss. Darauf setzen die Pfarreiräte einen Entwurf der Konvention auf der Grundlage des vom Exekutivrat vorgelegten Modells auf. Diesen Entwurf können sie dem Exekutivrat zur Begutachtung unterbreiten. Dann wird die Konvention auf die Traktandenliste der betroffenen Pfarreiversammlungen gesetzt, damit diese sie annehmen können. Am Schluss wird das Dokument dem Exekutivrat zur Genehmigung unterbreitet. Der Exekutivrat untestützt die Pfarreiräte gerne bei diesem Vorgehen.

Schon erfolgte Pfarreifusionen

  • Die Pfarreien von Lentigny und Onnens unter dem neuen Namen "La Brillaz", seit 1.1. 2001
  • Die Pfarreien von Le Crêt und Progens unter dem neuen Namen "Le Crêt-Progens", seit 1.1.2004
  • Die Pfarreien von Villarimboud und Villaz-St-Pierre unter dem neuen Namen "Villaz", seit 1.1.2005
  • Die Pfarreien von Bulle und La Tour-de-Trême unter dem neuen Namen "Bulle-La Tour", seit 1.1.2006
  • Die Pfarreien von Villars-sur-Mont, Enney und Estavannens unter dem neuen Namen "Bas-Intyamon", seit 1.1.2006
  • Die Pfarreien von Siviriez und Villaraboud unter dem neuen Namen "Siviriez-Villaraboud", seit 1.1.2007
  • Die Pfarreien von Aumont und Montet unter dem neuen Namen "Les Montets", seit 1.1.2009
  • Die Pfarreien von Estavayer-le-Gibloux und Villarlod unter dem neuen Namen "Le Glèbe", seit 1.1.2010
  • Die Pfarreien von Montbrelloz, Forel und Rueyres-les-Prés unter dem neuen Namen "Notre-Dame-des-Flots", seit 1.1.2013
  • Die Pfarreien von Berlens und von Mézières unter dem neuen Namen "Notre-Dame de l'Épine Mézières", seit 1.1.2014 (das Gebiet des Dorfes La Neirigue wurde 2013 von der Pfarrei Berlens zur Pfarrei von Vuisternens-devant-Romont transferiert).